Digital Coded Squelch (DCS) (englisch für „digital kodierte Rauschsperre“) ist ein Selektivrufverfahren, das die Bildung von Benutzergruppen auf einer gemeinsamen Trägerfrequenz im Sprechfunk, ermöglicht. Das Funktionsprinzip ist identisch mit dem von CTCSS, die technische Umsetzung unterscheidet sich jedoch grundlegend.

Bei DCS wird ein digitaler Datenstrom mit einer fixen Bitrate von 134,4 bps im unteren Audiobereich wiederholend übertragen. Die einzelnen Kennungen werden als ein 23-Bit langer Golay-Code (23,12) codiert, welcher die Möglichkeit bietet pro Codewort bis zu drei Übertragungsfehler erkennen und korrigieren zu können. Von den 12 frei wählbaren Datenbits sind die letzten drei Bit per Festlegung auf den Wert ‚001‘ fixiert, welches für die verschiedenen Kennungen neun Nutzdatenbits übrig lässt. Diese neun Nutzdatenbits werden als eine Oktalzahl mit drei Stellen, jede Stelle umfasst drei Bits, dargestellt. Damit ergeben sich 512 Möglichkeiten, wovon per Definition 83 für die Codierung von Kennungen verwendet werden um falsche Kennungzuordnungen durch Zeitverschiebungen im Übertragungsweg zu vermeiden. Diese 83 Kennungen sind von der Telecommunications Industry Association in der Norm TIA-603-E festgelegt und in folgender Tabelle dargestellt:

Standardisierte DCS-Codes
0nn 1nn 2nn 3nn 4nn 5nn 6nn 7nn
023 114 205 306 411 503 606 703
025 115 223 311 412 506 612 712
026 116 226 315 413 516 624 723
031 125 243 331 423 532 627 731
032 131 244 343 431 546 631 732
043 132 245 346 432 565 632 734
047 134 251 351 445   654 743
051 143 261 364 464   662 754
054 152 263 365 465   664  
065 155 265 371 466      
071 156 271          
072 162            
073 165            
074 172            
  174